Was prägt mich?

Die Philosophie des Existenzialismus

Da ist zum einen die Erziehung durch meine existenzialistisch orientierten Eltern. Besonders mein Vater prägte mich in dieser nackig-machenden Denkform und kritisch distanzierten Haltung, die von vielen Menschen eher 'negativ bzw. unanagenehm' empfunden wird. Ich schätze heute das Blanke und Franke, auch wenn es anstrengend ist. Wo sonst sollte Veränderung und Entwicklung beginnen, wenn nicht am unbeschönigten Grund der Dinge?

Die Sach- und Zielorientierung nach Blake / Mouton

Dieses kritische Denken brachte mich als Marketingleiter in der Welt des Managements weit und führte mich zu grösseren Aufgaben. Die Betriebswirtschaft und Führungslehren prägten mich insofern, dass nicht einzig der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern Sachziele ebenso nach Verantwortung, Zeit und Achtsamkeit rufen, etwas, dass uns Menschen leiden lassen kann.

Der Personzentrierte Ansatz nach Carl R. Rogers

Drittens ist da die mit über 40 Lebensjahren abgeschlossene Ausbildung zum Gesprächsberater, im Sinne von Carl R. Rogers, der den wertfreien, personzentrierten Ansatz lehrt, eine Form empathischer, wertfreier Annahme dessen, was ist. Diese fünf Jahre Entwicklung liessen mir meine Persönlichkeit einige Mal auf meinen Grund gehen um daran zu wachsen.

Was habe ich angenommen?

Ich bin durch meine Kindheit geprägt, höchste Aufmerksamkeit einzusetzen. Das macht mich:

  • - leise, sorgfältig, vorausdenkend
    - ganzheitlich wahrnehmend denkend
    - feinstofflich kommunizierend
    - ich kann mit allen Sinnen sehen

Ich bin durch meine Begabung- und Sensibilität geprägt. Diese beiden Anteile meines Wesens schufen eine achtsame Selbstkompetenz. Ich bin ...

  • ... zentriert darauf, dass ich gut lebe, was immer das für mich heissen mag
  • ... dass ich auf mich höre, auf meine Gefühle und meine Bedürfnisse, so dass es mir gut geht
  • ... geklärt, worin ich bedürftig bin, so dass ich auf mich achten kann
  • ... mir bewusst, Verträge als Selbstverträge abzuschliessen
  • ... stark, weil ich ein gewachsenes Selbstgefühl besitze und mich daher selber orten vermag

Seit sechs Jahren prägt mich, ein stimmiges, schönes und echtes Leben zu leben. Ich bin mit all meinen Räderns auf den Schienen und in der Spur. Ich fühle mich in mir wohl und was dennoch bohrt und nagt, das gehört bewusst zu meinem Wesen, eine Art unendlicher Motor, den ich heute zu steuern und zu schätzen weiss.

Wenn ich mich frage, ob ich heute geeignet bin, meine Dienstleistungen anzubieten, ob Persönlichkeitsentwicklung oder Coaching, dann fühle ich in mir ein kräftig strahlendes Ja. Damit bin ich. Und damit trete ich an.

Anmerkung

Ich habe, wie andere Menschen ca. 40 Zettel, Diplome, Ausweise und Tand bis hin zu Medaillen. Die zeichnen aber mE niemanden aus. Was zählt, so meine Orientierung, ist, was jemand aus seinem Leben, seinen Schulen und Ausbildungen, seinen Erfahrungen und Verlusten ANNEHMEN MOCHTE. Was ist in jemand übergegangen? Was hat sich ihm verinnerlicht? Worin ist jemand ein Held und Könner und was ist in ihr oder ihm seine Haltung und sein Wesen geworden. Danach sollten Sie fragen, nicht nacht Papieren. - Fragen Sie: "Was macht Sie aus?"